KW 09: Fünf neue Flüchtlingsunterkünfte im Bezirk, Verbot der Al-Nur-Moschee wird weiterhin geprüft, Räuberischer Erpresser geschnappt

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Liebe Leser, Mit der Veröffentlichung des Aufstellungsbeschlussses im Amtsblatt am 26. Februar ist der Milieuschutz für den Reuter- und Schilerkiez faktisch inkraft getreten, um der Gentrifizierung Einhalt zu gebieten. So kann das Bezirksamt jetzt Hauseigentümern untersagen, Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umzuwandeln. 21,5 Prozent der Neuköllner Bevölkerung sind laut dem Statistischem Landesamt von Armut gefährdet und die Chöre Judiths Krise und der Rattenchor sind laut, links und beziehen mit ihren Texten eine klare Stellung zu politischen Themen. Zusehen sind sie am 5. März um 20 Uhr im Heimathafen. Viel Spaß beim Lesen!

\ NEUKÖLLN AKTUELL /

Fünf neue Flüchtlingsunterkünfte im Bezirk: Auf den Grundstücken an der Britzer Gutschmidtstraße 37, 43 und 51, auf dem BSR-Areal am Matthäusweg 2-6 in Rudow, auf den Friedhofsgeländen an der Hermannstraße 84-90 und Hermannstraße 13 und an der Kiefholzstraße 74 sind Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge vorgesehen. Sie werden aus Beton-Fertigteilen gebaut und haben eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten. Werden sie nicht mehr für Flüchtlinge gebraucht, will der Senat sie für andere soziale Zwecke nutzen. Auf dem 8000 Quadratmeter großen Gelände der Kiefholsstraße ist die Wagenburg „Schwarzer Kanal“ angesiedelt. Piraten und Linke forderten das Bezirksamt auf, ein Veto gegen eine Flüchtlingsunterkunft an dieser Stelle einzulegen.
berliner-woche.de

Verbot der Al-Nur-Moschee wird weiterhin geprüft: Die Moschee gilt als Anlaufstelle für Islamisten. Im Juli 2014 betete ein aus Dänemark eingereister Gastprediger in dem Gebetshaus, dass Allah die zionistischen Juden vernichten möge. Das Landgericht verurteilte ihn im November 2015 zu 1800 Euro Geldstrafe. Zuvor hatte die frauenverachtende Predigt eines ägyptischen Gastimams für einen Skandal gesorgt. Die Prüfung zur Einleitung eines Verbotsverfahrens gegen den Trägerverein der Neuköllner Al-Nur-Moschee ist auch fast ein Jahr nach der Ankündigung durch Innensenator Frank Henkel nicht abgeschlossen. Bei der Auswertung von Erkenntnissen aus Bund und Land könne sich weiterer Ermittlungsbedarf ergeben, teilte die Innenverwaltung mit.
morgenpost.de

Räuberischer Erpresser geschnappt: Nachdem am Samstagmorgen ein 20-Jähriger festgenommen wurde, steht eine Serie von Erpressungen kurz vor der Aufklärung. Der Mutmaßliche Täter hatte in der Nacht von Freitag zu Samstag das spätere Mann auf der Straße erstmalig angesprochen. Nach einer kurzen Unterhaltung soll der 20-jährige einer Einladung in die Wohnung in der Hertzbergstraße gefolgt sein. Gegen 7 Uhr habe der junge Mann dem 52-jährigen Opfer mit einem Messer gedroht. Dabei soll er seinen Gastgeber gezwungen haben, ihm zu einem Bankautomaten zu folgen und für ihn Geld abzuheben. Auf dem Weg zu einem Geldautomaten gelang es dem Bedrohten mit seinem Handy die Polizei zu alarmieren. Eine Polizeistreife nahm den Täter kurz darauf fest. In seiner Vernehmung räumte der Heranwachsende weitere neun Raubtaten ein. Diese habe er in Neukölln seit November 2015 begangen. In den meisten Fällen habe er seinen Opfern in Hausfluren aufgelauert und mit einem Messer bedroht.
berlin.de

Rudow: Die neue Seniorenfreizeitstätte öffnet am 1. März in der Neuköllner Straße 336 berlin.de

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Hilfe: Allein in 2015 sind über 3000 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer gestorben. SOS Mediterranee ist ein ziviles, europäisches Projekt zur dauerhaften Seenotrettung im Mittelmeer. Helfen Sie durch Ihre Spende, noch in diesem Winter mit unserem ersten Schiff Menschen zu retten!
sosmediterranee.org

Kita „Ackerwinde“ wird verdrängt: Der neue Eigentümer will den Kindergarten an der Donaustraße 10–11 loswerden. Im Juni 2015 wechselte der Besitzer; im September flatterte dem Kindergarten die Kündigung zum 31. März auf den Tisch. Inzwischen gab es bereits eine Gerichtsverhandlung, weil der Eigentümer in den Sommerferien die Schlösser zu den Kita-Abstellräumen ausgewechselt hatte. Zwar ist der Zutritt wieder möglich, doch Leiterin Elke Friemer teilte mit, dass von einer Räumungsklage gesprochen wurde, wenn man nicht rechtzeitig gehe. Nach monatelanger Suche ist für die „Kleinen“ der Kita eine Unterkunft an der Flughafenstraße gefunden. Die „Großen“ könnten übergangsweise bis zum Sommer an die Wissmannstraße übersiedeln.
berliner-woche.de

Mopedfahrer in Britz schwer verletzt: Am Mittwochabend war der 60-Jährige in Richtung Mariendorfer Weg unterwegs, als er an der Kreuzung Treseburger Ufer die Kontrolle über sein Gefährt verlor. Er stürzte und rutschte mit seinem Moped in den Kreuzungsbereich. Dabei geriet er nach Angaben der Polizei auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem Opel, der gerade auf der Kreuzung stand.
Der Mopedfahrer wurde bei dem Aufprall am Kopf verletzt. Er wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Warum der Mann die Kontrolle über das Moped verlor, ist derzeit noch unklar.
tagesspiegel.de

Milieuschutz für den Schiller- und Reuterkiez inkraft getreten: Mit der Veröffentlichung des Aufstellungsbeschlussses im Amtsblatt am 26. Februar ist er faktisch inkraft getreten und soll helfen, die gewachsenen Strukturen zu bewahren und verhindern, dass die angestammten Bewohner wegen steigender Mieten aus ihren Kiezen verdrängt werden. Das Bezirksamt kann Hauseigentümern nun untersagen, Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umzuwandeln. Dasselbe gilt für sogenannte Luxussanierungen wie den Einbau eines zweiten Bades oder eines Kamins.
berliner-woche.de

Polizei-Ticker: Am Montagabend sah ein Angestellter einer Tankstelle in der Johannisthaler Chaussee, der gerade aus dem Büro in den Verkaufstraum kam, drei maskierte Männer und zog sich wieder ins Büro zurück. Er glaubte, das Durchladen einer Waffe gehört zu haben. Ungeachtet einiger in der Tankstelle anwesender Kunden entwendeten die Täter dann eine Registrierkasse und Zigaretten und flüchteten.
focus.de

Grenzallee: Vollsperrung zwischen Bergiusstraße/A100 und Neuköllnischer Allee inforadio.de
Wiltbergstraße: Zwischen Alt-Buch und Hobrechtsfelder Chaussee Sperrung in Richtung Schönerlinder Straße inforadio.de

\ ZAHL DER WOCHE /

21,5 Prozent der Neuköllner Bevölkerung sind laut dem Statistischem Landesamt von Armut gefährdet
tagesspiegel.de

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\ STADTLEBEN /

Berliner Kabarett und Tangomusik: Die Sängerin Lola Bolze und der Pianist Jorge Idelsohn interpretieren am 4. März um 20 Uhr im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt Chansons und Tangomusik von Claire Waldoff bis Homero Manzi ganz neu und verpacken sie in amüsante Geschichten. Diese erzählen vom Mut des Protagonisten Alois, der seiner angebeteten Lola, die ihm mit ihrem rauen Großstadtcharme den Kopf verdreht, seine Liebe gestehen will. Dabei kommt es zu einigen Wirrungen und Widerständen, die in den eigenen Kompositionen des Duos und in den Klassikern aus den 1930er Jahren intelligent und witzig verhandelt werden.
kultur-neukoelln.de

Es singt zusammen, was zusammen gehört: Die Chöre Judiths Krise und der Rattenchor sind laut, links und beziehen mit ihren Texten eine klare Stellung. Atomkraft, Gentrifizierung, Nazis, Homophobie oder auch der Alltag im politischen Elend sind die Themen, die beide Chöre in ihren Texten bearbeiten. Dass der Spaß dabei nicht zu kurz kommt, versteht sich von selbst Während der tuntig-queere Rattenchor „Ohne Proben ganz nach oben“ möchte, sagt der a-capella-Frauenchor Judiths Krise über sich selbst „Wir sind uns für nichts zu schade“. Los geht es am 5. März um 20 Uhr im Heimathafen und nach dem Konzert wird ordentlich getanzt.
heimathafen-neukoelln.de

Yalda Lewin liest in der Helene-Nathan-Bibliothek: Nach dem viel beachteten paranormalen Kriminalroman-Debut „Die dunkle Seite des Weiß“ liest Yalda Lewin am 3. März um 18:30 Uhr aus dem Prequel, also der Vorgeschichte um den hochsensiblen Studenten Jakob Roth. Als der 1988 nach West-Berlin kommt, entdeckt er einen rätselhaften Wasserspeicher mit einem Drachenkopf. Dieses Rätsel und die mysteriöse Maren verändern sein Leben total. Er fühlt sich verfolgt und muss einsehen, dass er niemandem trauen kann. Die Neuköllnerin Yalda Lewin hat Neue deutsche Literatur, Musik- und Theaterwissenschaft studiert und arbeitet als Heilpraktikerin und Autorin.
kultur-neukoelln.de

17. Country & Western Benefizkonzert: Am 5. März um 19 Uhr beherbergt das Gemeinschaftshaus Gropiusstadt die Gemeinschaft der Country- und Westernfreunde, die das Konzert seit 1999 organisieren. Der Erlös geht an das Familienzentrum Manna. Mit freundlicher Unterstützung des Bezirksamts Neukölln von Berlin und unter der Schirmherrschaft der Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey musizieren Ramona und Hannes, Western Spirit, Copperhead, das Duo Jimmy und Carola Adam und Wölkchen und Tex. Darüberhinaus gibt es eine Tombola mit wertvollen Sachpreisen.
kultur-neukoelln.de

Mord in der Neuköllner-Oper: Ein fast normaler Tagesablauf im Katharinenstift. Für die Außenanlagen muss ein neuer Gärtner eingestellt werden und die Planungen für den Geburtstag der Mutter Oberin sind im vollen Gange. Doch plötzlich schwenkt die fröhliche Stimmung dramatisch um. Was ist geschehen? Ein Unglück, Mord oder Selbstmord? Kann der Kommissar den brisanten Fall kurz vor seiner bevorstehenden Beförderung aufklären? Aufklärung gibt es am 5. März um 20 Uhr.
vineta-buehne.de

Party: „Tape OPS #1“ am 1. März ab 23:55 Uhrloftushall.de
Ausstellung: „Art and Anthropology“ in der Galerie am Körnerpark xn--krnerpark-07a.de
Party: „Bump!“ am 5. März um 23 Uhr im SchwuZ schwuz.de
Salon-Musik: Modern Jazz am 6. März um 18 Uhr in der Galerie am Körnerpark kultur-neukoelln.de
Lesung: „Tartaren in der deutschen Literatur“ am 3. März um 19:30 Uhr in der Alten Welt Saltiri neukoelln-online.de

Wir wünschen Ihnen viel Kraft für eine aufregende Woche und wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf neukoelln-journal.de erledigen.

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