KW 22: Müll-Sheriffs, Ramadan und Schulalltag, Estrel macht den höchsten Umsatz

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Liebe Leser, In Neukölln wird es weiterhin „Müll-Sherifs“ geben. Das sind Angestellte privater Sicherheitsfirmen, die im Auftrag des Bezirksamtes Müllsündern auflauern. Das Problem illegaler Müllentsorgung ist im Bezirk so dringend wie an wenigen Orten Berlins. Außerdem: Das Estrel ist das umsatzstärkste Hotel Deutschlands. Und: Die Angriffe von Homofeinden in Berlin nehmen kein Ende. Auf dem Hermannplatz wurde ein Mann von einer ganzen Gruppe Menschen beleidigt und tätlich angegriffen. Er hatte seine Homosexualität öffentlich gezeigt und eine Halskette mit einem Kreuz getragen, was die verstockten Angreifer wohl noch zusätzlich aufbrachte.   

\ NEUKÖLLN AKTUELL /

Müll-Sheriffs von Neukölln. Reaktion, Prävention und Repressionen – das sind die drei Grundpfeiler des Anti-Müll Konzepts des Bezirks Neukölln. Konkret heißt das, dass der Bezirk weiterhin eine private Sicherheitsfirma damit beauftragt, illegale Müllablagerungen zu verfolgen. Das verkündete Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey am vergangenen Mittwoch. Das Ordnungsamt, das sonst für solche Aufgaben zuständig wäre, darf nur bis 22 Uhr arbeiten und auch nur in Uniform, was zwar abschreckt, es aber schwierig macht, die illegalen Müllentsorger auf frischer Tat zu ertappen. tagesspiegel.de

Ramadan und Schulalltag. Das Bezirksamt Neukölln hat zwölf „Hinweise“ ausgegeben, wie sich diese beiden Dinge vereinbaren lassen. Adressaten waren Moscheen und Schulen. So sei Fasten keine Ausrede, um schulische Pflichten zu vernachlässigen. Gott würde es den Kindern hoch anrechnen, wenn sie trotz der Fastenzeit gute schulische Leistungen erbringen. Außerdem sei es jungen Menschen erlaubt, das Fasten zu unterbrechen, wenn gesundheitliche Probleme auftreten. Ramadan vertrage sich zudem nicht mit Fluchen, Schlägen, Spucken oder mangelndem Respekt für Andere. morgenpost.deberlin.de

Estrel Neukölln ist Deutschlands umsatzstärkstes Hotel. Kein Hotel in Deutschland hat 2016 mehr Umsatz gemacht als das Estrel in Berlin. Nach dem aktuellen Ranking der „Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung“ (AHGZ) erzielte das Estrel im vergangenen Jahr einen Nettoumsatz von 70,6 Millionen Euro. Das sind 8,6 Millionen mehr als 2015. Damit verwies das Hotel in Beukölln den bisherigen Branchenprimus, den Bayerischen Hof in München, auf Platz zwei. „Wir danken allen Estrel-Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz, ohne den diese Zielerreichung nicht möglich gewesen wäre“, erklärten die Estrel-Direktoren Ute Jacob und Thomas Brückner. morgenpost.deahgz.de

Die Schulen sind knapp. In Neukölln, Pankow, Lichtenberg, Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Steglitz-Zehlendorf werden in diesem Schuljahr voraussichtlich nicht alle Erstklässler einen Platz in der Schule ihres Einzugsgebietes erhalten. In weiteren Bezirken wird es zumindest für die Geschwisterkinder eng. Das ergab eine Tagesspiegel-Umfrage in allen zwölf Schulämtern. tagesspiegel.de

Einwohnerversammlung zur Gestaltung des Spielplatzes und der Grünanlage in der Alfred-Kowalke-Straße.  Am Donnerstag, den 1. Juni, um 18:00 Uhr im Schulclub der Alexander-Puschkin-Oberschule. berlin.de
2016: Teure Ausbildung von Fachkräften.  Der Bezirk Neukölln setzt auf Nachwuchsförderung: Im Jahr 2016 gab das Bezirksamt 420.000 Euro mehr dafür aus, als geplant war, und überstieg die Zielmarke um gut 40 Prozent. morgenpost.de
Chaim Jellinek gestorben. Der Arzt und Flüchtlingshelfer kümmerte sich in seiner Praxis in der Karl-Marx-Straße um schwer Drogenabhängige. tagesspiegel.de

 

Homofeindlichkeit in Berlin: Familie attackiert Schwulen.  Aus einer Gruppe von Frauen, Kindern und Männern heraus soll am vergangenen Freitag am Hermannplatz ein Mann homophob beleidigt und angegriffen worden sein. Nach Angaben des 35-Jährigen wurde er gegen 14.50 Uhr von den Täter, die eine Familie zu sein schien, zunächst beleidigt und dann geschlagen und getreten. Auslöser sollen seine sexuelle Orientierung und  ein an einer Halskette getragenes Kreuz gewesen sein. Als die Männer aus der Gruppe dazu übergegangen waren, das Opfer körperlich anzugreifen, kam eine Passantin zu Hilfe und konnte den Mann in ein Lokal in Sicherheit bringen. Die herbeigerufene Polizei traf weder die Helferin, noch die Täterinnen und Täter an. Der 35-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. morgenpost.de

Fahrradparken auf Fahrbahnen. An zehn Standorten in Nord-Neukölln hat das Bezirksamt Neukölln Fahrradbügel auf der Fahrbahn installiert. Die Standorte wurden so gewählt, dass sie zusätzlich für mehr Übersichtlichkeit an schwer einsehbaren Straßenüberquerungen sorgen, beispielsweise vor Kitas oder Spielplätzen. Insgesamt 68 Fahrradbügel bieten Platz für 112 Räder. Erklärtes Ziel ist, bessere Fahrradabstellmöglichkeiten zu schaffen und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. berlin.de

 

\ ZAHL DER WOCHE /

Die Zahl der Rückstellungsanträge ist in Neukölln von 700 auf 300 gesunken. Seit diesem Schuljahr gilt ein neuer Stichtag für Schulanfänger. Kinder, die erst nach dem 1. Oktober sechs werden, sind jetzt nicht mehr schulpflichtig. tagesspiegel.de

\ SPORT /

GWF Women´s Wrestling Revolution. Die Revolution geht in die vierte Runde. 16 Wrestlerinnen in einem Turnier. Die nächsten fünf Qualifikationskämpfe des Women’s Wrestling Revolution Tournaments finden im Vorfeld von GWF Mystery Mayhem 2017. Samstag, 3. Juni, 14:30 Uhr im Huxleys Neue Welt.huxleysneuewelt.com

\ STADTLEBEN /

Zu Pfingsten ab ins Wasser. Am vergangenen Wochenende waren trotz der Hitze 10 von 27 Berliner Bädern geschlossen. In der Pfingstwoche sollen die meisten Badeanstalten endlich ihre Pforten öffnen. Das Sommerbad Neukölln wird schon am Wochenende kühlendes Nass bieten, die Bauarbeiten konnten vorzeitig beendet werden. Danke, liebe Bauarbeiter! Mitarbeiter im öffentlichen Dienst müssen sechs Wochen vor dem Einsatztermin über denselben informiert werden. Vor sechs Wochen sei das Sommerwetter dieser Tage aber nicht vorherzusehen gewesen,  erklärt Matthias Oloew, Sprecher der Bäderbetriebe die hohe Anzahl der geschlossenen Bäder. tagesspiegel.de

Gutes Essen für wenig Geld. Reporter der Morgenpost waren in Neukölln unterwegs, um Restaurants zu finden, in denen sie für unter 20 Euro ordentlich essen konnten. Sie haben einige gefunden. Namentlich das Restlos Glücklich („Satt und glücklich im Reste-Restaurant“),  das Men Men („Japanische Nudelsuppen im „Tampopo“-Stil“), das Chicha („Eine kulinarische Reise in die peruanische Küche“), das Gaia Bistrot („Piemonteser Szenelokal im Herzen von ‚Kreuzkölln'“), das Hallmann & Klee („Kreative Rixdorfer Küche in Bio-Qualität“), das Les Papilles („Junge französische Küche mit Lust auf neue Kreationen“), Das Chez Dang („Mit Schweinehackfleisch gefüllte Tofustückchen“) und das Restaurant Schloss Britz („Gebackenes Kotelett mit Schlossblick“). morgenpost.de

Karneval der Kulturen: KIDZ 44 – Wir sind Neukölln. Vom 4. Juni bis zum 5. Juni findet in Kreuzberg der Karneval der Kulturen statt. Der Festzug startet am Hermannplatz und auch Neuköllner Institutionen sind am Start. Darunter KIDZ 44. Das Gemeinschaftsprojekt verschiedener Neuköllner (Musik-)Schulen und der Berliner Polizei gestaltet den Polizeilastzug zu einem „amtlichen“ Karnevalswagen – mit allem Drum und Dran. Auf dem Wagen spielt unter anderem die Jugendband  „Taxi“. berlin.dekarneval-berlin.de

Pfingstkonzert auf der Schlossterrasse. Am Pfingstsonntag gibt das Corelli-Kammerorchester sein traditionelles Konzert. Als besonderes Highlight in diesem Jahr wird die japanische Solistin Azusa Krist angekündigt. Aus dem Pressetext: „In der herrlichen Umgebung des blühenden Schlossparks lässt das Ensemble mit großer Sensibilität den Alltag vergessen und entführt die Zuhörerinnen und Zuhörer mit lebendigen und stilsicheren Interpretationen in die Welt barocker Musik auf höchstem Niveau.“ Der Eintritt kostet von 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) . Sonntag, 4. Juni, 16 Uhr auf der Schlossterrasse, Schloss Britz. berlin.de

Performance und Musik: Spukhafte Fernwirkung. Vier aktuelle Kompositionen bilden den Ausgangspunkt dieser Zusammenarbeit von ensemble mosaik mit dem Regisseur Thomas Fiedler und dem Schauspieler Albrecht Hirche. Zwei Vorstellungen: Am Donnerstag, 1. Juni und am Freitag, 2. Juni, jeweils um 20 Uhr im Heimathafen. heimathafen-neukoelln.de
Mühlenmarkt.
Wieder mal Flohmarkt zum Schätze finden. Mit Live-Musik und anschließender Party. Freitag, 2. Juni, 16 Uhr in der Griessmühle. griessmuehle.de

Wir wünschen Ihnen eine Woche der Extra-Klasse! Wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf neukoelln-journal.de erledigen.

Schade, es war vorher sehr hübsch.
Anwohnerin des U-Bahnhofs Blaschkoallee angesichts eines Graffitis, welches die neu sanierte U-Bahnstation ziert.
bz-berlin.de

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